Sie sind Eigentümer einer Wohnung?

Aktualisiert: 26. Okt 2020

Was ist unter einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) zu verstehen?





Was bedeutet WEG?


Wer eine Wohnung erwirbt, wird damit Mitglied der Eigentümergemeinschaft, oft auch als Wohnungseigentümergemeinschaft

Die Wohnungseigentümergemeinschaft ist im Wohnungseigentumsrecht in Deutschland die Gesamtheit der Teil- und Wohnungseigentümer einer Wohnungseigentumsanlage



Wie fällt der Startschuss zu

einer sollchen WEG?


Die Wohnungseigentümergemeinschaft ist dann rechtlich begründet, wenn der erste Eigentümer in das Grundbuch beim zuständigen Amtsgericht eingetragen wurde. Grundlage einer jeden WEG ist die Teilungserklärung, mit der das Eigentum aufgeteilt wird.


Was bedeutet WEG-Verwaltung?


Die Wohnungseigentumsverwaltung (auch: WEG-Verwaltung) ist im deutschen Wohnungseigentumsrecht die Funktion der Verwaltung des Gemeinschaftseigentums.

Der Verwalter der Wohnungseigentümergemeinschaft muss einmal im Jahr alle Eigentümer zu einer Versammlung einberufen.


Hier entscheiden die verschiedenen Eigentümer über die Jahresabrechung, bauliche Maßnahmen oder Sonderumlagen. Ist nichts anderes vereinbart, gilt das gesetzlich vorgeschriebene Stimmrecht, das sogenannte Kopfprinzip (§ 25 Absatz 2 WEG). Jeder Eigentümer hat hierbei eine Stimme, egal wie viele Wohneinheiten er besitzt.





Welche Rechte hat ein Wohnungseigentümer?


Die Grundsätze der Rechtsverhältnisse im Rahmen einer Wohnungseigentümergemeinschaft ergeben sich aus dem Wohnungseigentumsgesetz. In den spezifischen Regelungen der konkreten Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnungen können sich jedoch darüber hinaus Sonderregelungen in Bezug auf die Nutzung sowohl des Sonder-

als auch des Gemeinschaftseigentums befinden.


Beispiele hierfür sind die Zuteilung der ausschließlichen Nutzung der zum Gemeinschaftseigentum gehörenden Gartenfläche durch einen Erdgeschosswohnungseigentümer oder die Bestimmung von Ruhezeiten.


Die entsprechenden Beschränkungen können die Eigentümer einer Eigentümergemeinschaft auch im Grundbuch eintragen lassen, so dass diese auch zukünftigen Käufern einzelner Wohnungen gegenüber wirksam entgegengehalten werden können.


Unser Tipp: Nehmen Sie vor dem Kauf einer Eigentumswohnung Einsicht in die bestehende Teilungserklärung, Gemeinschaftsordnung sowie die letzten Protokolle der Wohnungseigentümerversammlungen. Dadurch bekommen Sie ein Gefühl für die Kultur des Zusammenlebens zwischen den Wohnungseigentümern.




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